Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.

Numeri 6,24-26


„Segnet, denn ihr seid berufen Segen zu erlangen.“ 1 Petr. 3,9
Segnend Menschen begleiten - Beratung, Begleitung und Seelsorge für Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden.

Was bedeutet eigentlich Segnen? „Du sollst ein Segen sein“ ist eine Verheißung, die auch heute noch gilt; nicht nur damals als Gott dies Abraham und all seinen Nachkommen zugesprochen hat (Gen. 12, 1-3).

Segnen bedeutet, jemandem Gutes zusprechen, Menschen gute Worte mit auf den Weg geben. Bestärkt durch das Wort Gottes: „Ihr sollt einander ein Segen sein“ und die königliche Priesterschaft (1 Petr. 2,9) sind wir Gläubige, die auf den Namen Jesus Christus getauft sind, aufgerufen, den Segen im Namen Jesu weiterzugeben. Das Zweite Vatikanum unterstreicht dies:
Im Text „Fundamente des Laienapostolates“ wird dies wie folgt beschrieben: „Pflicht und Recht zum Apostolat haben die Laien kraft ihrer Vereinigung mit Christus, dem Haupt. Denn durch die Taufe dem mystischen Leib Christi eingegliedert und durch die Firmung mit der Kraft des Heiligen Geistes gestärkt, werden sie vom Herrn selbst mit dem Apostolat betraut. Sie werden zu einer königlichen Priesterschaft und zu einem heiligen Volk (vgl. 1 Petr 2,4-10) geweiht…“

Gott berührt uns durch das Segnen in unserer tiefsten Zerbrechlichkeit und will uns hinein in unsere ganz persönliche Not den Frieden zusprechen. Diesen Frieden, der umfassend ist: Gnade und Frieden, wie es der Apostel Paulus in seinen Briefen ausdrückt.

Dieser „Schalom“ ist in der Begleitung von Menschen, die durch Missbrauch - sei es nun sexuell, emotional, geistlich oder körperlich - nachhaltig seelisch verletzt worden sind, wichtig.